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Chronik
Das 1. Jahrzehnt - 1932-1941 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Schnapper   
Samstag, den 28. Februar 2009 um 15:51 Uhr

Schon 10 Jahre vor der Gründung eines Fußballvereins wurden in Henrichenburg die ersten Versuche unternommen, den Sport hier heimisch zu machen. Die Vereine DJK 1922, bei Hennigfeld und der Turn- und Sportverein 1922 bei Böhmer, der sich zunächst nur mit Leichtathletik befaßte, wurden aus der Taufe gehoben. Von den meisten Einheimischen belächelt - die Jagd nach dem runden Leder galt derzeit noch als Torheit einiger Verrückter - und bedingt durch fehlende Sportstätten sowie in erster Linie die schwierige politische Lage stellten beide Vereine Anfang 1932 den Spielbetrieb ein. Mitte 1932 schlug dann die Geburtsstunde unseres Vereins, als sich unter dem Vorsitz von Willi Winterberg die Sportkameraden Georg Böhmer, Johannes Thiel, Dirk Mährmann, Claus und Joseph Bender sowie Max Husemann trafen und den Turn- und Sportverein Henrichenburg gründeten. Zu Ihnen gesellten sich wenig später Stefan Prein, Heinrich Grümrne, Jonny Thiel, Heini Mühlen, Johann Winkelmann, Theo Rombeck, Willi König, Josef und Alwis Dinklage, Hubert Greger und Willi Böhmer. Den Vorsitz des neu gegründeten Vereins übernahm Willi Winterberg. Ihm zur Seite standen Willi Böhmer als Geschäftsführer und Georg Böhmer als Kassierer.

ldealismus und die Begeisterung am Fußballsport waren seinerzeit die verbindenden Elemente unserer kleinen TuS-Familie. Fahrtkosten und die Beschaffung von Sportkleidung strapazierten den Geldbeutel eines jeden Spielers bis zur äußersten Grenze. Und auch einen Sportplatz im heutigen Sinne gab es damals in Henricheriburg noch nicht. Ein Gelände „Am Stoever", welches der Bauer Wiesmann dem jungen TuS zur Verfügung stellte, wurde von den Fußballpionieren in Eigenarbeit spielbar gemacht.

Als Vereinslokal fungierte die Gaststätte Böhmer an der Recklinghauser Straße. Als 1933 in Folge des Verbotes der DJK- und Arbeitersportvereine viele in Habinghorst und Meckinghoven fußballspielende Jungen den Weg zurück nach Henrichenburg fanden, erstarkte unser Verein und machte durch Erfolge der 1. Mannschaft auf sich aufmerksam. In den Jahren '34 und '35 gelang der Sprung von der 3. in die 1. Kreisklasse. In dieser Klasse, in der so bekannte Vereine wie SV Germania Datteln, Spvgg. Erkenschwick, Union 05 Recklinghausen, VfL Suderwich und VfB Waltrop spielten, belegten wir in den nächsten Jahren stets einen Platz im oberen Tabellendrittel. Zu der Mannschaft, die damals den Aufstieg schaffte und auch danach erfolgreich agierte, gehörten Stefan Prein, Klaus Gerber, Heinrich Grümme, Karl Glock, Alfons Schulz, Mathias Berg, Karl Kimm, Johannes Thiel, Jac Zilien, Alfons Ramlau, Josef und Alwis Dinklage, Theo Rombeck, Karl Demny, Erich Schneider, Fritz Silken, Fritz Grümme, Johannes Winkelmann, Albert Bender, Willi König, Fritz Schmiedeshof, Franz Butter, Erich Sandführ, Karl Zurzack, Theo Ratte, Julius Rombeck und viele andere Sportkameraden. Die Vereinsführung übernahmen in den Jahren nach der Gründung Heinrich Holtröhr, Jakob und Josef Bender sowie Hermann Ridder. Als Kassierer und noch besserer Organisator war zu dieser Zeit Hans Klein tätig.

Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges 1939 brach nicht nur für unseren Verein eine so schwere Zeit an. Spieler und Vereinsfunktionäre zogen in den Krieg und oftmals konnte nur mit Hilfe der Wehrdiensturlauber am Wochenende ein komplettes Team aufgeboten werden. Dennoch kam der Spielbetrieb zunächst nicht zum Erliegen.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 11. Februar 2010 um 15:27 Uhr
 
Das 2. Jahrzehnt - 1942-1951 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Schnapper   
Samstag, den 28. Februar 2009 um 15:54 Uhr

Mit anhaltender Dauer des zweiten Weltkrieges wurden die Schwierigkeiten, mit denen alle Vereine zu kämpfen hatten, aber immer größer. Neben der immer dünner werdenden Personaldecke stieß auch die Materialbeschaffung und die Bereitstellung geeigneter Beförderungsmittel auf stetig wachsende Hindernisse, so daß der damalige Vorstand sich veranlaßt sah, den Spielbetrieb einzustellen.

Auch andere Vereine mußten diesen Weg gehen. So z.B. unsere Nachbarn von SV Schwarz-Weiß Meckinghoven, mit denen in der Folgezeit eine Spielgemeinschaft ins Leben gerufen wurde. Als 1945 der Krieg zu Ende ging, war auch der Turn- und Sportverein Henrichenburg praktisch tot. Der größte Teil der Spieler und Mitglieder kehrten nicht mehr heim. Sie waren gefallen oder in Kriegsgefangenschaft geraten. Viele andere verstorben oder verzogen nach auswärts. Bei den verbliebenen Mitgliedern dominierte die Sorge um die nackte Existenz, so daß für andere Dinge wie den geliebten Sport in der Gedankenwelt des Einzelnen kein Platz war. Doch schon bald merkte man, daß eine gesunde Sportbewegung mit dazu beitragen kann, Sorgen und Kummer schnell vergessen zu lassen.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 11. Februar 2010 um 15:26 Uhr
 
Das 3. Jahrzehnt - 1952-1961 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Schnapper   
Samstag, den 28. Februar 2009 um 15:55 Uhr

Die 1. Initiative für die Neugründung ging von dem langjährigen 1. Vorsitzenden Willi Winterberg aus. Am 6. Juli 1952 erfolgte dann die Wiedergründung unseres Vereins durch Einzeichnung. Damals trugen sich 49 Mitglieder, davon 24 aktive Sportkameraden ein, von denen 12 für einen Arbeitsausschuß vorgeschlagen wurden, aus dessen Reihen dann 4 Tage später der neue geschäftsführende Vorstand gewählt wurde:

1. Vorsitzender Willi Winterberg, 1. und 2. Geschäftsführer Günter Hardick und Theo Störbrock, 1. und 2. Kassierer Günter Knipping und Willi Greger, Jugendleiter Lehrer Brasch, Beisitzer Johann Thiel und Willi Rombeck, Spielausschuß Theo Rombeck, Hermann Röttger und Alfred Recks.

Am 20. Juli 1952 fand bereits in der Gaststätte Döttelbeck die nächste Generalversammlung statt. 58 Mitglieder sowie 12 nicht stimmberechtigte Jugendliche erlebten die Wahl Willi Winterbergs zum 1. Vorsitzenden. Zur Seite standen ihm die Herren Willi Rombeck, Johannes Thiel, Willi Benthaus, Heinz Henke, Josef Schmitz, Hans Suren, Berni Kramer, Lehrer Brasch, Stefan Prein, Theo Rombeck, Heinrich Grümme, Albert Winkelmann und Mathias Berg. Es wurde außerdem beschlossen, dem Verein den früheren Namen „Turn- und Sportverein Henrichenburg" wiederzugeben und die alten Vereinsfarben „Rot-Weiß" zu übernehmen. Im August wurde die Gaststätte Rodegro zum Vereinslokal benannt und am 1. November trat der erste Wechsel im neuen Vorstand ein. Die aus Arbeitsüberlastung ausscheidenden Sportkameraden wurden durch Arthur Sandführ und Ernst Elfert ersetzt. Ebenfalls noch 1952 wurde wieder eine Jugendabteilung gegründet, ein regelmäßiger Spielbetrieb setzte aber erst ein Jahr später mit 3 Mannschaften ein, und auch unsere „Alten Herren" trugen ab 1955 wieder einige Spiele aus, wobei diese Aktivitäten aber zunächst wieder nach und nach einschliefen.

Ein weiteres historisches Datum war für den TuS der 6. Juni 1954. An diesem Tage wurde der neue Sportplatz in Henrichenburg feierlich seiner Bestimmung übergeben und mit einem Pokalturnier eingeweiht.

Sportlich dauerte es aber bis zur Saison 60/61, als endlich der ersehnte Aufstieg in die erste Kreisklasse Recklinghausen gelang. Unser Verein wurde in dieser Zeit von Walter Sannemann trainiert.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 11. Februar 2010 um 15:26 Uhr
 
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